Der hydraulische Abgleich ist das zentrale Verfahren zur Optimierung der Wärmeverteilung in komplexen Gebäudestrukturen. Ohne diesen Abgleich sucht sich das Heizwasser den Weg des geringsten Widerstands: Anlagenteile nahe der Zentrale werden überversorgt, während entfernte Gebäudebereiche oder Hallenabschnitte unterversorgt bleiben.
Durch die präzise Einregulierung der Massenströme an jedem einzelnen Übergabepunkt, sei es am statischen Heizkörper, am Lufterhitzer oder an der Deckenstrahlplatte, wird sichergestellt, dass jede Nutzzone exakt die Menge an thermischer Energie erhält, die für den Betrieb notwendig ist. Dies steigert nicht nur den Komfort für Mitarbeiter und Kunden, sondern senkt massiv den Energieverbrauch der Wärmeerzeuger sowie die Stromkosten der Umwälzpumpen.
Umfassende Informationen über Funktion und Arten des Hydraulischen Abgleichs finden Sie in unserem Artikel „Was ist ein Hydraulischer Abgleich?„.
Wann brauche ich einen Hydraulischen Abgleich?
Seit 2024 ist der hydraulische Abgleich bei jedem Heizungstausch sowie im Rahmen einer förderfähigen energetischen Sanierung (BEG NWG) zwingend vorgeschrieben.
Falls Sie Zuschüsse für die Sanierung der Gebäudehülle oder der Anlagentechnik beantragen, ist der hydraulische Abgleich nach Verfahren B (basierend auf einer zonenweisen Heizlastberechnung nach DIN V 18599) Voraussetzung für die Auszahlung. Ohne das vom Experten unterzeichnete Bestätigungsformular werden die Fördergelder nicht freigegeben.