Nichtwohngebäude

Heizlastberechnung

Die raum- bzw. zonweise Lastberechnung ist die essenzielle Grundlage für die Planung moderner technischer Gebäudeausrüstung (TGA). Sie dient der exakten Ermittlung des Wärme- und Kältebedarfs unter Berücksichtigung der spezifischen Bauphysik, der lokalen Klimadaten sowie der internen Wärmegewinne. Während pauschale Schätzungen bei Gewerbeobjekten oft zu massiv überdimensionierten Anlagen und hohen Betriebskosten führen, schafft die Berechnung nach DIN V 18599 (in Verbindung mit DIN EN 12831) die notwendige Datengrundlage für einen wirtschaftlichen, effizienten und technisch einwandfreien Anlagenbetrieb.

Wann brauche ich eine Heizlastberechnung?

Seit 2024 ist der hydraulische Abgleich bei jedem Heizungstausch sowie im Rahmen der energetischen Sanierung (BEG-Förderung) zwingend vorgeschrieben. Für größere Nichtwohngebäude mit einer beheizten Fläche von mehr als 200 m2 bestehen zudem spezifische Optimierungspflichten gemäß dem Gebäudeenergiegesetz (GEG), um die Effizienz bestehender Anlagen sicherzustellen.

Nur durch die präzise Abstimmung der Massenströme in oft weitverzweigten Rohrnetzen kann eine moderne Anlage, insbesondere beim Einsatz von Wärmepumpen oder Brennwerttechnik, mit niedrigen Vorlauftemperaturen wirtschaftlich betrieben werden. Ein korrekt durchgeführter hydraulischer Abgleich nach Verfahren B (auf Basis der Heizlast) verhindert ineffiziente Taktungs-Verluste, störende Strömungsgeräusche und sorgt für eine gleichmäßige Wärmeversorgung aller Gebäudebereiche (Büros, Hallen, Sozialräume).

Ablauf der Erstellung

Häufig führen wir die Heiz- und Kühllastberechnung im Rahmen einer umfassenden energetischen Baubegleitung oder Sanierungsplanung durch. In diesem Fall nutzen wir die bereits vorhandene Datengrundlage Ihres Objekts.

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Datenaufnahme vor Ort

Im ersten Schritt erfolgt eine detaillierte Begehung Ihrer Immobilie. Wir erfassen den energetischen Ist-Zustand der Gebäudehülle (Fassade, Dachflächen, Verglasungen) sowie die spezifischen Nutzungen der einzelnen Bereiche. Da die Berechnung bei Nichtwohngebäuden zonenweise erfolgt, nehmen wir Raumgrößen, lichte Höhen und insbesondere die vorhandene Anlagentechnik (RLT-Anlagen, Beleuchtungssysteme, Wärmeerzeuger) auf. Vorhandene Baupläne, TGA-Schemata und Brandschutzpläne ziehen wir zur präzisen Erfassung heran.

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Energetische Simulation

Auf Basis der aufgenommenen Daten erstellen unsere Experten ein digitales Modell Ihres Objekts. Wir berechnen die Heiz- und Kühllast für die einzelnen Nutzzonen unter Berücksichtigung der Baumaterialien, des Standorts sowie der internen Wärmegewinne (durch Maschinen, EDV-Infrastruktur und Personenbelegung). Dabei simulieren wir auch die Auswirkungen von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung auf den Gesamtwärmebedarf.

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Ausstellung

Sie erhalten ein detailliertes Berechnungsprotokoll gemäß DIN V 18599 (bzw. DIN EN 12831). Dieses Dokument weist die exakte Last für jede Zone in Kilowatt (kW) sowie die benötigten Vorlauftemperaturen aus. Diese Ergebnisse sind die verbindliche Grundlage für Ihren TGA-Planer oder Heizungsbauer, um die Anlagendimensionierung zu optimieren, den hydraulischen Abgleich durchzuführen und unnötige Investitionskosten durch Überdimensionierung zu vermeiden.

Bei Fragen oder Interesse stehen wir Ihnen selbstverständlich persönlich in unserem Bürotelefonisch, per E-Mail oder über unser Kontaktformular zur Verfügung. 

Ingenieur- und Sachverständigenbüro

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Fragen oder Interesse?

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